Besson, Jacques, Theatrum oder Schawbuch allerley Werckzeug und Rüstungen

Table of contents

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[21.] Zuſatz.
[22.] Des Authoris Propoſition zu der Sechſten Figur.
[23.] Erklerung zur Sechſten Figur.
[24.] Zuſatz.
[25.] Des Authoris Propoſition zu der Siebenden Figur.
[26.] Erklerung zur Siebenden Figur.
[27.] Zuſatz.
[28.] Des Authoris Propoſition zu der Achten Figur.
[29.] Erklerung dieſer Achten Figur.
[30.] Zuſatz.
[31.] Des Authoris Propoſition zu der Neundten Figur.
[32.] Erklerung dteſer Neundten Figur.
[33.] Zuſatz.
[34.] Des Authoris Propoſition zu der Zehenden Figur.
[35.] Erklerung zur Zehenden Figur.
[36.] Zuſatz.
[37.] Des Authoris Propoſition zu der Eilfften Figur.
[38.] Erklerung zur Eilfften Figur.
[39.] Zuſatz.
[40.] Des Authoris Propoſition zu der Zwölfften Ftgur.
[41.] Erklerung dieſer Zwölfften Figur.
[42.] Zuſatz.
[43.] Des Authoris Propoſition zu der 13. Figur.
[44.] Erklerung dieſer 13. Figur.
[45.] Zuſatz.
[46.] Des Authoris Propoſition zu der Viertzehenden Figur.
[47.] Erklerung zur Viertzehenden Figur.
[48.] Zuſatz.
[49.] Des Authoris Propoſition zu der Fünfftzehenden Figur.
[50.] Erklerung zur Fünfftzehenden Figur.
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Des Authoris Propoſition zu der
Sieben vnd Viertzigſten Figur.
Mit diſer newen/ vnd daurhafften Machina/ kan man vermittels einer Rören/ vnd eines Pumple-
ders/ jnwendia in das vnterſte theil der Rören gerichtet/ durch eine Wag/ welche zugleich von ſich
ſtöſſet/ vnd zu ſich zeucht/ mit kleiner mühe vil Waſſer auß einem Brunnen ſchöpffen.
Erklerung zur Sieben vnd Viertzigſten Figur.
ZWey ding ſein alhie in acht zu haben/ nemblich das obere vnd vntere Gebew/ oder Rü-
ſtung:
Die wöllen wir jedoch zugleich mit einander erkleren. In dem obern theil/ gegen Mitternacht/
iſt ein Ar/ an welcher Mittel/ iſt eine/ in zwey theil getheilte Schraube/ an derſelben wenden ſich
zwey Mütterlein oder Hülſen/ die werden zugleich mit einander zu dem Mittel/ vnd widrumb hin-
derſich gerucket.
An einer jeden diſer zweyer Hülſen/ hangt ein Arm deß Attelabi/ oder Storck hal-
ſes/ der hatvnten an ſich hangen/ die Stange/ welche durch die Rören hinab gehet/ vnnd Waſſer
ſchöpffet.
In diſe Rören aber kommet das Waffer/ auß andern zweyen/ durch hülff der zmeyer Arm/
ſo durch die Ar der Wag durch aeſtoſſen ſein/ der geſtalt/ wann ſich ein theil auffhebt/ daß das andre nidergedrucket
tvirdt.
An diſen Armen hangen Ketten/ die reicher biß an den grund des Brunnens: Daſelbſten ſein zwo andre kleinere
Wag/ deren mittel iſt von der Mittagsliny 14.
Part. vnnd von deß Auffgangsliny 1. Menſ. 13. Part. An diſer Wag ör-
tern oder enden/ ſein hieoben angezeigte Kettẽ angehencket/ ſolcher geſtalt/ daß/ wann das Orientaliſche theil des obern
Arms an der Ar/ in die höhe gehaben wirdt/ zugleich auch das Orientaliſche theil diſer Wag vberſich gezogen werde/
vnd alſo auch gleicher geſtalt der andre Arm.
Gegen dem Auffgangaber/ iſt eine Rören/ dem Balcken ſo die Wag tre-
get/ Schnur eben gleich gerichtet/ vnd ein andre Rören in gleicher form/ gegen dem Nidergang:
auff diſen zweyen ligen
vberzwerch zwo andre/ wie man auß der Figur/ vnd dem leren ort des Brunnens/ gegen Auffgang vnd Nidergang.
ſi-
het:
vnd gehet ein Ar ourch die Klufft diſer vntern Rören/ vnd zugleich auch durch die Wag. Auß diſen zweyen Rören/
wirdt die Mittler vnd groſſe Rören/ die biß in den obern Rachen des Brunnens ſich erſtreckt/ mit Waſſer gefüllet/ auß
der es darnach wie in den gemeinen Pumpen geſchöpffet wirdt.
Zuſatz.
DIeweil Diſe Rören newer vngewohnlicher Inſtrument hülff hat/ ſchöpffet ſieauch viermalſo vil Waſſers als
die gemeinen Pumpen.
Derſelben ſtucke/ ſo wol jnner als auſſer deß Brunnens/ ſein in allem alſo geſtaltet/ wie
vnſer Außleger gröſtes theils erkleret hat.
Die lengere Rören/ die vom vntern theil des Attelabi/ oder Storck-
halſes hinab reichet/ endet ſich vom Mittag 1.
Menſ. 4. Part. ferr: alda jhr die viereckichten zwerchrören/ die chen ſo dick
als diſe obere/ ſein ſollen/ in form eines Srentzes angefüget werdẽ.
Vnd diſe zwerch Rören beruhen auff zweyen andern/
abwertz reich enden/ fürtzern Rören/ vnnd in der mitte auff einem viereckichten Balcken:
In welchem Balcken iſt der
Angel/ oder die fleine Ar/ daran die hieoben erklerten Wag gehen.
Diſe Wage aber haben nahend bey jhren enden/
tine Klufft ohngefehr 5.
Part lang/ die muß gleichwol ſo weit/ vnd geräumig ſein/ daß die Angel oder Ar der andern be-
wegtichen Rören/ ſo in die kürtzern Rören hinein gehen/ können vngehindert herdurch reichen/ welches vnſer Außleger
zimſich deutlich erkleret hat.
Diſe ding aber alle ſo wol von jhme/ dem Außleger/ als von vns beſchrieben/ machen alhie
ein ſolche bewegung/ die ſo vil Waſſers/ vnd ſo leicht wie oben geſagt/ ſchöpffet.
Dann wann der Werckmann die Wag
hin vnd her treibt/ macht dieſelbe/ daß auch die vntern kleinen Wag durch hülff der Ketten das jhrige verrichten:
vnd
daß alſo/ wann der Attelabus oder Storckhalß/ die Stange/ welche vnten das Pumpleder an ſich hat/ jetzt auff zeucht/
jetzt nider drucket/ Waſſers genugſam herauff geßaben werde.
143[Figure 143]

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